Products
Immer wenn komplexe Bewegungsabläufe in zyklisch
laufenden Maschinen aufeinander abgestimmt werden müssen, wurden
bisher mechanische Kurvenscheiben eingesetzt.
Der synchrone Lauf aller Kurvenscheiben wurde
dabei über eine zentral angetriebene Welle, die so genannte Königswelle,
sichergestellt. Über die Drehzahl dieser Königswelle konnte die Produktions-geschwindigkeit
der Maschine eingestellt werden. Diese mechanische Lösung bietet
jedoch wenig Freiheitsgrade und wird den Anforderungen moderner
Produktions- und Verarbeitungsanlagen nicht mehr gerecht.
Deshalb werden im Anlagen- und Maschinenbau
immer mehr mechanische Kurvenscheiben durch elektronisch geregelte
Antriebe, die so genannten elektronischen Kurvenscheiben, ersetzt.
Anwendungen für die Kurvenscheibe finden Sie
in folgenden Branchen:
- Verpackungsindustrie
- Holzindustrie
- Fördertechnik
- Handhabungstechnik
- Druckmaschinentechnik
Das Bild zeigt ein typisches Beispiel für die
Anwendung der elektronischen Kurvenscheibe. Frisch befüllte Joghurtbecher
werden am Ende eines Transportbandes zur Weiterverarbeitung auf
ein nebenan liegendes Transportband umgesetzt. Dazu greift ein Rechen
zwischen die Joghurtbecher, hebt diese an und setzt sie dann um.
Mit der elektronischen Kurvenscheibe kann ein Bewegungsablauf realisiert
werden, der ein ruckfreies Anheben der Becher gewährleistet.
Die Lösung der Antriebsaufgabe mit MOVIDRIVE® beruht auf einer speziellen
Software, die in die Gerätereihe "MOVIDRIVE® Antriebsumrichter
mit Kurvenscheibe" integriert ist. Der komplette Bewegungsablauf
wird dabei im Umrichter gesteuert. Sie benötigen für die Kurvenscheibe
keine externe Steuerung.
Bei der Inbetriebnahme werden Sie von einem
komfortablen Kurvenscheiben-Editor unterstützt. Ausgehend von einem
Bewegungsplan definieren Sie den Kurvenverlauf des Folgeantriebs
anhand von verschiedenen Bewegungsformen. Sie haben dabei auch die Möglichkeit,
bereits vorhandene Kurvendaten zu importieren. Als Leitantrieb können
Sie einen physikalisch vorhandenen Antrieb oder einen virtuellen
Leitwertgeber verwenden. Die Ein- und Auskuppelphasen des Folgeantriebes
können Sie anwendungsspezifisch mit Hilfe des Kurvenscheiben-Editors
parametrieren. So kann der Folgeantrieb beispielsweise ereignisgesteuert
oder wegbezogen eingekuppelt werden. Das Auskuppeln kann ebenfalls
ereignisgesteuert oder aber nach einer definierten Anzahl von Zyklen
erfolgen.
Wenn Sie die Kurve erstellt haben, können Sie
die drei Ableitungen Geschwindigkeit, Beschleunigung und Ruck darstellen
lassen. Sie können somit am PC den Kurvenverlauf hinsichtlich Ruckfreiheit
optimieren.
Anhand des Kurvenverlaufs erzeugt der Kurven-Editor
die Stützpunkttabelle. Diese Stützpunkttabelle ist die Grundlage für
die Abhängigkeit von Leit- und Folgeantrieb. Sie können auch einen
bereits vorhandenen Kurvenverlauf in Form einer Stützpunkttabelle
importieren.
Ein wesentliches Merkmal der Antriebsumrichter MOVIDRIVE® kommt bei der Kurvenscheibe
zum Einsatz, und zwar die IPOSplus® Positionierung
und Ablaufsteuerung. Ein IPOSplus®-Programm im MOVIDRIVE® steuert den kompletten
Bewegungsablauf sehr maschinennah im MOVIDRIVE®.
Mit diesem IPOSplus®-Programm
können zusätzlich noch weitere anlagenspezifische Funktionen gesteuert
werden.
- Hohe Funktionalität.
- Hohe Flexibilität der Anlage.
- Anwenderfreundlicher Kurvenscheiben-Editor.
- Importmöglichkeit von Kurvendaten.
- Optimierung bezüglich Ruckfreiheit, Maximalbeschleunigung und Schwingungsneigung.
- Monitorbetrieb für optimale Diagnose.
- Virtueller Geber als Leitgeber möglich.
- Wahlweise Klemmensteuerung oder Feldbussteuerung.
- Vernetzung der Geräte mit dem standardmäßig vorhandenen Systembus
möglich.
- Die komplette Bewegungssteuerung erfolgt durch das IPOSplus®-Programm im MOVIDRIVE®.
- Dezentrale Konzepte können einfacher realisiert werden.